Das ist wohl das größte Problem, das die Autobauer hierzulande haben. Der Gewinn muss passen. Und wenn nicht: Panik, Arbeitsplätze abbauen, usw..
Man darf den Markt der eMobilität nicht abgeben. Man müsste ein paar schlechte Jahre in Kauf nehmen - die Gewinne kommen dann wieder. Man sollte zeigen, dass man sehr stark ist und Autos bauen kann, die jeder haben will - weltweit.
Sowohl die deutsche Politik (besonders diese!) als auch die deutsche Wirtschaft haben es in den letzten 30, 40 Jahren vollständig verlernt, strategisch zu denken. Ja überhaupt mittel- und langfristige Strategien zu entwickeln und zu verfolgen. Bequem, überheblich, fett.
Ja, das wäre das einzige KO-Kriterium gegen Tesla. Andererseits: Ich bin immer noch der Meinung, dass Elon vieles richtig gemacht hatte: Ladenetz und Autos gebaut.
Das hat es für Tesla zumindest einfacher gemacht, einen Markt anzuschieben und erste Käuferschichten zu überzeugen.
Das täuscht aber für uns nicht darüber hinweg, dass Musk sich als lupenreiner Faschist entpuppt hat und im Hintergrund eine klare Zielsetzung der politischen Entmachtung des demokratischen Souveräns und Entkoppelung der neuen Finanzaristokratie von jeglicher politischen, fiskalen und gesellschaftlichen Kontrolle verfolgt.
Dass er gern Vaporware verkauft und viele seiner Erfolge auf Ausbeutung und massiven Druck auf seine Angestellten sowie politische Einflussnahme beruhen ist nochmal ein ganz anderes Thema.
Persönlich bin ich aber auch der Ansicht, dass sich ein KFZ-Hersteller nicht um die Lademöglichkeiten zu kümmern haben sollte. Man verlangt von Mercedes ja auch nicht den Aufbau von Tankstellen. IMHO ist hier - gerade in Deutschland - mal wieder das Problem, dass es unfassbar aufwendig, teuer und langwierig ist, die entsprechenden Genehmigungen und Netzanschlüsse zu bekommen und man sich mit jeglicher Innovation erstmal sauschwer tut. Dazu lässt man den Betreibern gerade eeeeeeeeeetwaaaaaaaas zu viel freie Hand was die Preisgestaltung angeht und formt nur zahnlose Papiertiger an Regulatorik. Eine Verdoppelung des Strompreises beim AdHoc laden? Durch was kann das gerechtfertigt werden? Standgebühren von 10ct/min(!!) während des Ladens? Wie bitte?
Dazu eine komplett kranke Wirtschaftspolitik aus Berlin, die gerade versucht alles auf 1993 zurückzudrehen...
In Frankreich zahlst du teilweise 25ct/kWh adhoc, bei uns gerne mal 89ct/kWh. Kaputt.
Gibt es hier auch: Meinen Enyaq im Juni 2024 angemeldet - dann war er end of life… Ohne wirkliche Software-Updates etc.. Ab und zu mal eine neue Karte.
I know, bin auch gespannt, ob die neue Software 6.0 im VW Konzern jetzt die Trendwende zur langfristigen Pflege hinbekommt.
Was ich aber meine: man wirft den Europäern sehr oft vor, dass sie sich mit Softwarepflege so schwer tun. Zieht da meistens Tesla als Vergleich heran und extrapoliert das auf die neue chinesische Konkurrenz. Dabei steht hier für mich überhaupt noch nicht fest, ob die länger als zwei, drei Jahre "dabei" sind. Das müssen diese überhaupt noch zeigen. Zusammen mit den europäischen Herstellern.