Beiträge von Dampf

    Moin Moin zusammen,

    um andere Threads nicht weiter mit viel KNX Diskussionen zu belasten, habe ich mir überlegt, mal einen separaten Thread aufzumachen.

    Ich hoffe ich habe ihn richtig platziert. Wenn nicht bitte ich darum ihn an die passende Stelle zu verschieben. danke ;)


    Ich habe hier mal was aus einem anderen Thread herauszitiert. Die Klicken auf "Zitat von ..." gelangt ihr dort hin.

    Nur mal kurz zu KNX. Im Büro haben wir eine Klimaanlage im Einsatz, die KNX-gesteuert ist. Regelmäßig fällt die aus und dann muss die Haustechnik kommen. Die hat aber auch nur beschränkt Ahnung und bootet das Sytem dann einfach neu. Selbst nach mittlerweile fast 10 Jahren konnte niemand den Fehler beseitigen.

    Von einem Gerät auf einen Standart, zu schließen ergibt keinen Sinn. Das schöne an eine Standart ist, dass man, wenn ein Gerät nicht funktioniert, die Möglichkeit hat auf Eins eines anderen Herstellers zu wechseln. Wenn die Haustechniker keinen Plan habe, kannst man wohl kaum KNX die Schuld geben. "KNX-gesteuert" ist teils auch so ein weitläufiger begriff. Es gibt nicht all zu viele Klimageräte mit nativer KNX Schnittstelle. Vor 10 Jahren wahrscheinlich noch einige weniger. Zudem sind diese bzw. die oft separate zu erwerbende Schnittstelle nicht unbedingt günstig. Also behilft man sich oftmals einfach mit einem günstigen Modbus-KNX Gateway. Mit einem Modbus-KNX-Gateway lassen sich gleich mehrere Klimageräte über die oftmals sowieso integrierte Modbus-Schnittstelle am Klimagerät integrieren. Daran ist auch erstmal grundsätzlich nichts schlechter. Aber wenn dieses möglicherweise vorhanden Modbus Gateway nicht zuverlässig läuft, nur immer mal wieder einen Neustart braucht, dann wäre es das erste Teil was ich aus der Installation schmeißen würde. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es günstiger ist regelmäßig die Haustechniker anrücken zu lassen. Sollte das Teil nativ KNX Fähig sein, dann raus damit und neu rein. Auf Dauer ist sicher auch das günstiger. Ich habe in meiner Installation auch schon so ein unzuverlässiges Geräte entdeckt. Lange ist es nicht mehr an der Stelle.

    Moin Moin zusammen,

    Inspiriert aus anderen Threads möchte ich einige Möglichkeiten aufzeigen, das Smart Home so zu gestallten, dass es auch bei Ausfall zentraler Geräte (Gateways, Steuerzantrale, Router,…) oder Medien (WLAN, …) noch manuell („dumm“) bedienbar bleibt. Alle sind herzlich eingeladen weitere Möglichkeiten und Geräte mit der Community zu teilen.

    Erstmal… Warum ist es empfehlenswert eine Rückfall-Möglichkeit „einzubauen“?

    1. Die schlimmsten Gründe zuerst: Vorsorge für plötzlicher längerer Krankenhausaufenthalt oder unerwartetes Ableben des Smart Home Erbauers. Ausgerechnet in so schwierigen Zeiten funktioniert irgendwas plötzlich nicht mehr. Die weniger technikbegeisterten Angehörigen sitzten Zuhause kriegen das Licht nicht an, die Heizung bleibt kalt, das SmartLock spielt verrückt und keiner weiss was zu tun ist …
    2. HomeKit glänzt nicht gerade mit Zuverlässigkeit. Es kann lange zeit sehr zuverlässig funktionieren, aber auch mal einige tage oder Wochen nur ein bisschen oder gar nicht. Wer weiß was das nächste Update bringt…
    3. Open Source Smart Home Softwaren, wie HA, ioBroker und Co., laufen idR sehr zuverlässig, ABER was wenn … man was verbastelt?.. das Speichermedium verreckt? … irgendein Update zuschießt etwas? … Der PC auf dem z.B. HA läuft brennt durch? … eine unerklärliche plötzliche Fehlfunktion alles lahm legt? Oder oder oder? Aus leidlicher eigener Erfahrung kann ich euch sagen: Sowas passiert meist zum ungünstigst möglichen Zeitpunkt - 1h vor Start in den Urlaub oder es nachts mal besonders schnell gehn muss auf dem Weg zu Klo…
    4. (Baut auf Punkt 2. und 3. auf)Der WAF leidet - viel Spaß wenn man der Frau des Hauses, die den ganzen Smart Kram eh nur für sinnlos hält, zum X-ten Mal erklären darf warum der Schalter neben der Tür schon wieder nicht funktioniert…
    5. Unzuverlässiges WLAN
    6. Wer weiss was ich vergessen habe =O


    Nun zum Eigentlichen:

    Welche Möglichkeiten und Geräte gibt es, die auch bei smartem Ausfall (z.B. Gatewayausfall) eine unsmarte „dumme“ Steuerung ermöglichen?

    1. Verwendung von Unterputzmodulen/Hutschinengeräte mit Tastereingang. Der Tastereingang schaltet bzw. dimmt idR das Gerät welches am Lastausgang angeschlossen is. Geräte Hersteller -Bsp.: Iluminize, Bosch, Aqara, Sunricher, Tuya, Ubisys, Shelly …..
    2. Verwendung von Tastern/Schaltern mit integriertem Schaltrelais oder Dimmer. Geräte—Hersteller Bsp.: Aqara, Eve
    3. Bei Zigbee lautet das Zauberwort Binding. Binding lässt sich, soweit mir bekannt, nur mit Open Source Zigbee Gateways, wie Zigbee2mqtt und ZHA, nutzen und konfigurieren. Beim Binding werden die Funktionen(on/off, Levelcontroll, usw.) zweier Geräte, welche bereits mit dem Zigbee Gateway verbunden sind, DRIEKT verbunden - z.B. ein Hue Dimmschalter mit (mehreren) Hue e27. Das bedeutet, dass der Schalter die die E27 direkt, ohne Umweg über das Gateway, anfunkt. Hier müssen ggf. weitere Einstellungen vorgenommen werden, dass die E27 auch immer ihren korrekten Status ans Gateway meldet. Nicht alle Geräte unterstützen Binding! Mit ein bisschen Tante Google findet man heraus welche Geräte es unterstützen. Philips Hue, Ikea, Müller Tint Iluminize, Sunricher können es, Aqara nicht.
    4. Nexentro Zigbee Tasterschnittstelle (TS). Diese TS lässt sich on so ziemlich jedes Zigbee Netzwerk integrieren ohne in der jeweiligen Hersteller App sichtbar zu werden (Hue, Bosch, Ikea, usw.). Die Konfiguration erfolgt über die Nexentro Config App (Bluetooth). Es können 2 Taster oder Schalter angeschlossen werden und zur Licht- oder Rollosteuerung konfiguriert werden. Es können auch Szenen hinterlegt werden. Über einen Taster können z.B. an/aus, dimmen UND Warmweiss/Kaltweis gesteuert werden. Die Installation ist mit und ohne Neutralleiter möglich. Ohne Neutralleiter ist die maximale Last dahinter lt. Beschreibung zu beachten!
    5. Bei Z-Wave lautet das Zauberwort: Assoziation. Im Prinzip ist es das Selbe wie Binding bei Zigbee aus Punkt 3.. Hierzu kann ich nicht mit nennenswerten Erfahrungswerten punkten. Es soll, neben Lichtsteuerungen, auch Fensterkontakte und Temperatursensoren geben die sich direkt ohne Umweg über ein Gateway, mit einem Heizkörperthermostat koppeln lassen. Hierzu findet man Expertise im https://community-discourse.smarthome-for-dummies.de Forum
    6. Bei Homematic IP lassen sich zwischen allen zueinander gehörenden Geräten (Schalter - Schaltaktor / Fensterkontakt - Raumthermostat - Heizkörperthermostat / …) Direktverknüpfungen herstellen. Hierzu ist eine Homematic IP CCU3 nötig. Alternativ gibts auch die identische 100% kompatible Rasperrymatic zur Installation auf einem Rasperry Pi oder als HA Addon (HmIP Funkstick nötig!). Zum neuen Home Control Unit Gateway kann ich, mangels Erfahrungen, nichts sagen. Achja… vom HmIP gibts auch Fußbodenheizungsaktoren für den Heizkreisverteiler.


    Hoffentlich habe zu der späten Stunde nicht all zu viel Tippfehler reingehauen …

    Andy

    Die Idee mit dem Thread war echt nett. Meinst nicht auch dass da jetzt ziemlich viel gemixt ist? Ich glaube auch, dass der Thread ziemlich schlecht zu lesen sein wird, wenn das was man erwartet erst so richtig ab Beitrag 5 oder so los geht.
    Ich würde mir vllt. den Titel klauen, ein bissl modifizieren, und einen guten Start-Post schreiben, wenn du alles wieder zurecht gerutscht bekommst. Aber ob das heute noch was wird weiß ich nicht…

    Das Angebot würde ich gerne annehmen - nur fehlt mir da gerade die Idee, wie man diesen Thread startet und was man ihm als „Thema“ mitgibt…

    Ich habe gehofft einer hat dafür ne gute Titel-Idee. Ich nicht :/:sleeping: Vllt. sowas wie "Smarte Lösungen mit Fallback"....

    Wir haben für die Lichter Shelly-Relais eingebaut. Und dadurch funktioniern die Schalter auch ohne den Zusatz

    Klingt soweit erstmal nach "richtig gemacht", zumindest solange die zu steuernde Lampe am Relais-/Dimmausgang des selben Shelly hängt.

    Das kritischste Teil ist so gesehen bei uns im Haus der Raspberry Pi, auf dem PiHole läuft. Denn dieser ist in der FritzBox als DNS hinterlegt - und ich glaube, wenn der ausfällt, geht erstmal nichts mehr, was Netzwerk und mehr betrifft…

    Damit kannst du rechnen. Ich hatte mal einen Adblocker als HA Addon im Netzwerk über den der gesamte Netzwerkverkehr gelaufen ist. Bis eines Tages HA gestreikt hat. Da war nix mehr mit WWW...

    Ich wette, mehr als wir denken… Manche haben da sicherlich ein wahnsinniges System mit einer Dokumentation, die aufwändiger ist, als das ganze smarte Zuhause selbst.

    Ich denke so eine Doku sollte nicht zu aufwendig. Im KNX User Forum gibt einen der eine Doku von über fasst 200 Seiten über sein Haus für seine Frau geschrieben hat. Gut, er war von Berufswegen Bedienungsanleitungsschreiber (oder wie man das nennt) - also wohl Berufskrankheit :D

    Ich denke, es würde Hinterbliebenen schon viel helfen, wenn überhaupt klar wäre was genau wo installiert ist und dessen Funktion, z.B.:

    - Wohnzimmer unter Schalter oben Flurtür: Shelly 1, schaltet Deckenlampe über Couchtisch

    - Wohnzimmer unter Schalter unten Flurtür: Shelly 2PM, steuert Rollo zur Terrasse

    - usw.

    Mit solchen Infos können Hinterbliebene auf einen Elektriker z.B. zwecks Rückbau zugehen.

    Etwas detaillierter sollte man mit Dingen, wie darüber genannt Pihole, umgehen. Da darf es dann wohl schon ne etwas detailliertere bebilderte Anleitung sein, wie man das wieder rückgängig machen kann.

    Mancher kann nicht so viel dafür ausgeben, Mancher möchte es nicht

    Viel assoziiere ich mal mit teuer... KNX kann, muss aber nicht teuer sein! Dazu gibt es viele Mühten... Das ist wirklich ein Thema für einen separaten Thread. Wenn ich die Zeit, bis es im nächsten Jahr wieder los geht, finde, schreibe ich dazu auch noch mal was.

    Was mich angeht, hatte ich das Thema bei den Hausplanungen Anno 2015 nicht so ganz auf dem Schirm; und der Elektriker war scheinbar auch nicht weitsichtig genug.

    Das haben heutzutage 98% der Elektriker immer noch nicht auf dem Schirm weil sie einfach keine Ahnung davon haben. 1% hat etwas Ahnung, will aber immer nur sein teures nicht individuelles Standartpaket verkaufen. Wenn man KAX mit einem 0815-Elektriker machen will heißt das Zauberwort: Systemintegrator. Alternativ: Eigeninitiative >>> lesen, lesen, lesen....


    Trotzdem, das was du als „Bastellösung“ hier abtust ist für viele ein Hobby. Und es macht Spaß zu basteln und Dinge selbst zum Laufen zu bringen.

    Ich tue es nicht ab, ich nenne es nur beim Namen.

    Ich bastle auch sehr gern an meiner Technik. ABER dann will ich mich auch auf meinem Erfolg ausruhen können. Und das geht mit dem Bastel-Smart-Home einfach nicht. Immer ist was anderes dran, was etwas, was ich mir (hart)erarbeitet habe zerschießt und ich nochmal anfangen darf. Und das in aller Regel dann wenn ich weder Zeit, noch Bock dazu habe.

    Zitat

    Ich würde es nicht so einfach abtun, immerhin muss so eine Automatisierung/Installation ja auch von einem selbst verstanden werden können und erweiterbar sein ohne jedes Mal einen Gold- oder Platinfachmann für einen ordentlichen Stundensatz kommen zu lassen (Arbeiten an spannungsführenden Teilen nehmen wir jetzt mal aus und lassen wir dem Elektriker) um an deiner KNX Programmierung zu ändern.

    Planung ist das halbe Leben. Eine gut geplante E-Installation mit KNX muss nicht am laufenden Band geändert "stromführend" geändert werden.

    Hier wird so viel mit mit HA, Homebridge, ioBroker und Co gebastelt und massenwiese Stunden investiert . Da will man mir doch nicht sagen, man könnte diese zeit nicht investieren um was in der ETS zu parametrieren. Das geht nicht persönlich gegen dich! Mich regt es nur immer massiv auf, wenn die Leute so tun als ob die ETS eine Höllensoftware wäre, die man erst nach 10 Jahren Studium bedienen kann. Der Gratis Campus bei der KNX Assoziation, YT Videos schauen, bisl mit der ETS rumspielen und man kriegt das genauso hin wie HA.....


    Sorry wenn ich vom Thema abkomme. Wir müssen, dazu echt mal einen separaten Thread aufmachen...

    Angeregt durch eine Diskussion, die entstanden ist durch ein anderes Thema, hat sich der Bedarf zu diesem Thread gezeigt.

    Ich habe versucht, die Inhalte einigermaßen sinnvoll hin- und herzuschieben und den Bezug noch zu erhalten. Leider ist mein Eröffnungspost so nicht mehr möglich gewesen - da die Zeit ein hartnäckiger Gegner ist und nicht nachträglich geändert werden kann… Deshalb mogle ich mich in den Beitrag von Dampf rein. Grüße, Andy

    Das andere ist die Wartung des Systems. Kein System mit diversen Abhängigkeiten verschiedener Komponenten unterschiedlicher Hersteller funktioniert für immer perfekt...

    Das ist auch ein Grund warum man bei Neubau oder Sanierung nicht auf auf diesen ganzen Bastelkram setzten sollte.

    Basics (Hauptbeleuchtung pro Raum, Heizung, Jalousien, Zugang zum Gebäude - jeweils manuell! Türkommunikation/Klingel) müssen immer funktionieren und dürfen mMn nicht von einem (Bastel)Gateway und schon gar nicht von einer Cloud abhängig sein. Klar geht immer mal was kaputt, aber dass muss dann auch für Hinterbliebenen nachvollziehbar sein oder von einem Fachbetrieb repariert werden können.

    Ich weiß, nicht jeder hat die Möglichkeit sich ein professionelles Bus-System einzubauen oder hat es beim Bau als zu teuer eingestuft (man sollte immer gut überlegen worein man investiert - eine Mietswohnung für unbekannte Dauer oder doch in das Eigenheim für immer …). Auch im Bastel-/Nachrüstbereich gibt es einige Möglichkeiten, Abhängigkeiten auf ein Minimum zu beschränken und somit eine smart-unabhängige manuelle Steuerung jederzeit zu ermöglichen. Dazu muss man es hier und da nur schaffen die „Geiz ist geil“-Mentalität und den „Will haben, weil geil“-Reflex zu überwinden.
    Ich habe selbst, bevor der KNX Ausbau begann, angefangen mein Haus mit HA überwiegend auf Zigbee Basis zu smarten. Dabei habe ich genau darauf geachtet, dass die Schalter an der Wand absolut unabhängig von HA und dem Zigbee Gateway funktionieren. Für Details ist das hier, glaube ich, der falsche Thread. Wenn das jemanden interessiert könnt ihr gerne einen Thread dazu aufmachen. Daran beteilige ich mich gerne.

    Warum wäre ein eingangs erwähntes professionelles Bus System mMn auch nach dem Ableben besser? Für KNX (womöglich auch für semi-professionelle Systeme Loxone und Homematic IP (wired)) gibt es jederorts Fachbetriebe die damit umgehen können. Zudem gibt es für jedes Projekt eine Projektdatei mit der alles was programmiert wurde und jedes Gerät in der Installation nachvollzogen werden kann. Diese speichere ich nach jeder Änderung an mehreren zentralen und dezentralen Orten, auf die meine Liebste Zugriff hat und auch eingehend „unterwiesen“ wurde. Damit könnte sie im schlimmsten Fall auf mehrere Fachbetriebe, den Kontaktdaten dort ebenfalls hinterlegt sind, in der Gegend zugehen um sich helfen zu lassen kann. Das wäre sehr wahrscheinlich nicht nötig, da der Mann ihrer besten Freundin Elektriker ist, sich einen KNX Kurs gegönnt und mit KNX gebaut hat.