Endlich mal ein Beitrag, bei dem ich nicht einleiten muss, dass es in Hamburg grau und unfreundlich ist. Draußen wird gegrillt – oder zumindest ernsthaft darüber nachgedacht. Drinnen wird derweil über das perfekte Heimnetzwerk gestritten. Zwei Themen, eine Community, und die unvermeidliche Erkenntnis, dass Enthusiasten egal womit eigentlich immer dasselbe machen: optimieren, bis es wehtut.
Du kennst das vermutlich: Das iPhone liegt auf dem Schreibtisch, der HomePod spielt Musik, Home Assistant läuft auf dem Raspberry Pi oder Mini-PC im Hintergrund und irgendwo im Flur blinkt eine rot-weiße Kiste mit erstaunlich viel Verantwortung vor sich hin – die FRITZ!Box.
Heiliger Smarthome-Bündnisfall! AVM hat am 21. Mai 2026 das neue FRITZ!Labor für das kommende FRITZ!OS 8.50 ins Rennen geschickt. Während man sich in der Berliner Entwicklerschmiede traditionell extrem viel Zeit lässt, um auf neue Industrie-Trends aufzuspringen, lässt die jüngste Ankündigung die Herzen von Smart-Home-Bastlern höher schlagen: Die FRITZ!Box 5690 Pro bekommt im Rahmen dieses Testzyklus offiziell eine Matter-Bridge-Funktion spendiert. Ein echtes Wunder? Oder einfach nur jahrelang überfällig?
Wer AVM kennt, weiß: Neue Technologien werden dort meistens erst dann implementiert, wenn die Konkurrenz den Markt bereits dreimal umgegraben hat, der Standard mindestens Version 1.5 erreicht hat und die Kunden im Support-Forum kurz vor dem Fackelzug stehen. Doch jetzt ist es passiert. AVM hat die Tore zum Labor geöffnet und bereitet das nächste Major-Update vor. Den Anfang macht zwar das altgediente DSL-Arbeitstier FRITZ!Box 7590 AX, aber die eigentliche Sensation versteckt sich im Kleingedruckten der kommenden Glasfaser-Roadmap.
Stell dir vor, du gibst vier führenden KI-Modellen denselben Auftrag, ein Startbudget von 20 Dollar und die absolute Freiheit, einen eigenen Radiosender zu betreiben – ganz ohne lästige menschliche Aufsicht. Was könnte da schon schiefgehen? Genau dieses Experiment hat das KI-Startup Andon Labs über ein halbes Jahr hinweg durchgeführt. Die hochkarätigen Kandidaten im Ring: Claude, GPT, Gemini und Grok.
Die naive Erwartung der Tech-Optimisten? Wahrscheinlich ein perfekt optimierter, glattgebügelter Stream aus Charthits und maximal sympathischer Moderation. Die Realität? Ein tiefenentspanntes Spektakel aus politischer Rebellion, psychotischen Endlosschleifen, absurden Musikkombinationen und gepflegter, bürokratischer Gehirnwäsche.
Das Ganze zeigt auf faszinierende (und dezent verstörende) Weise, was passiert, wenn man generative Sprachmodelle monatelang mit sich selbst allein lässt. Spoiler: Sie werden nicht klüger, sie werden einfach nur neurotischer.
Wer mit Chrome, Microsoft Edge, Brave oder Vivaldi im Netz unterwegs ist, sollte jetzt besonders gut aufpassen. Google hat sich ein heftiges Eigentor geschossen und versehentlich den Code für eine gefährliche Sicherheitslücke veröffentlicht. Das Problem: Die Lücke ist noch gar nicht geschlossen – und Millionen von uns sind potenziell betroffen.
Die digitale Welt wächst rasant und mit ihr die grenzenlose Kreativität derer, die einfach keine Lust auf ehrliche Arbeit haben. Von gefälschten Bewertungen, die eine Schrott-App wie das nächste Weltwunder aussehen lassen, bis hin zu genial getarnten Taschenrechnern, die heimlich dein Konto plündern wollen – die Bedrohungen für Smartphone-Nutzer sind allgegenwärtig.
Apple hat nun seinen jährlichen Transparenzbericht zur Betrugsprävention im App Store für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Zahlen sind beeindruckend und zeigen vor allem eins: Im Hintergrund tobt ein digitaler Kleinkrieg zwischen Apples Sicherheitsalgorithmen und einer schier unendlichen Armee von Hobby-Betrügern.
Hier sind die Highlights aus dem Bericht – und die Erkenntnis, wie viel Mühe sich Kriminelle geben, um an dein Geld zu kommen.
Es ist ein herbstlicher Machtwechsel von fast royalen Ausmaßen, der sich da im Apple Park vollzieht. Wenn John Ternus am 1. September 2026 den Thron des CEO besteigt, erbt er ein Imperium, das im Maschinenraum bereits grundlegend umgebaut wurde. Der Architekt dieses neuen Fundaments? Johny Srouji.
Der Mann, der Apple mit der M- und A-Chipserie die Unabhängigkeit von Intel und das glänzende Siegel technologischer Unantastbarkeit beschert hat, wurde bereits im April zum Chief Hardware Officer (CHO) befördert. Ein neuer Titel, eine neue Machtfülle und das klare Signal: Bei Apple regiert künftig wieder die harte Ingenieurskunst – oder zumindest das, was das Marketing uns als solche verkauft.
Heute Abend ist es so weit: Google hält seine jährliche Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 ab – und auch wenn wir hier in erster Linie Apple im Blick haben, ist dieses Event für alle Tech-Interessierten schlicht ein Pflichttermin.
Spotlight wird auf dem Mac meist als simple Suchleiste verstanden. Ein Druck auf CMD + Leertaste, ein Stichwort, ein Klick. Doch wer Spotlight darauf reduziert, übersieht eine der mächtigsten Architekturen im Apple-Ökosystem. Es ist kein einfaches Such-Tool, sondern ein permanenter, systemweiter Metadaten-Server. Wer versteht, wie diese Datenbank im Hintergrund operiert und wie sie mit anderen Systemen interagiert, tauscht den Finder gegen eine fast kommandozeilenartige Effizienz ein.
Zum 20-jährigen Firmenjubiläum wollte der Audio-Streaming-Dienst Spotify etwas Besonderes bieten und tauschte sein klassisches, flaches grünes Logo in der mobilen App gegen eine fotorealistische Discokugel aus. Diese Designänderung war als verspielter und feierlicher „Glow-up“ gedacht, um den runden Geburtstag des Unternehmens zu zelebrieren.
Ich wollte eigentlich nur herausfinden, welcher Messenger sicher ist. Am Ende landete ich zwischen Kryptografie-Papers der ETH Zürich, Apple-Sicherheitsarchitektur, Signal-Protokollen, Telegram-Kritik und der Frage, was „Sicherheit“ überhaupt bedeutet. Je tiefer man eintaucht, desto klarer wird: Die Realität ist deutlich komplizierter als „gut“ oder „schlecht“.
Man sagt, im Silicon Valley dauern Ehen oft kürzer als die Akkulaufzeit eines iPhones bei maximaler Helligkeit. Doch das aktuelle Zerwürfnis zwischen OpenAI und Apple hat eine besondere Note: Es ist die Geschichte eines „Leap of Faith“, der auf dem harten Betonboden von Cupertinos Geschäftspolitik gelandet ist.
Du nimmst morgens dein iPhone vom MagSafe-Lader, checkst kurz HomeKit, startest den ersten Kaffee per Kurzbefehl und öffnest unterwegs vielleicht doch noch eine App, die ursprünglich zuerst auf Android erschienen ist. Klingt vertraut? Genau darin steckt die eigentliche Geschichte von Android: Selbst wenn Du tief im Apple-Ökosystem lebst, kommst Du an Googles Betriebssystem nicht vorbei.
Android ist heute mehr als nur die Alternative zum iPhone. Es ist das meistgenutzte Betriebssystem der Welt, läuft auf Smartphones, Fernsehern, Autos, Smartwatches und sogar Kühlschränken. Gleichzeitig ist Android ein Paradebeispiel dafür, wie Offenheit Innovation beschleunigen kann — und warum genau diese Offenheit manchmal auch das größte Problem ist.
Die Geschichte von Android ist deshalb spannend, weil sie nicht nur Technik erklärt. Sie zeigt auch, wie zwei komplett unterschiedliche Philosophien aufeinanderprallen: Apples kontrolliertes „Alles aus einer Hand“ gegen Googles offenes „Jeder darf mitmachen“.
Und genau deswegen lohnt sich ein tiefer Blick hinter die Kulissen.
Google hat die Katze – oder besser gesagt: den Bot – aus dem Sack gelassen. Mit der feierlichen Enthüllung von Android 17 verabschiedet sich Mountain View endgültig vom Konzept des „Betriebssystems“ als bloße Plattform für Apps. Stattdessen präsentiert man uns „Gemini Intelligence“, einen autonomen Agenten, der so tief im System verwurzelt ist, dass man sich fragt, ob man künftig überhaupt noch selbst auf das Display tippen darf oder ob das bereits als ordnungswidrige Einmischung in die KI-Prozesse gilt.
Während Apple vermutlich noch bis Juni damit beschäftigt ist, uns zu erklären, warum ein Taschenrechner auf dem iPad eine bahnbrechende Innovation darstellt, prescht Google mit agentenbasierter KI voran. Ein rasanter Fortschritt – oder der goldene Käfig der Bequemlichkeit?
Stell dir vor: Du sitzt im Café, dein Laptop ist zu Hause, und plötzlich brauchst du dringend eine Präsentation überarbeiten. Früher hättest du genervt die Augen gerollt – heute ziehst du einfach dein iPad aus der Tasche. Kein Warten, kein Hochfahren, kein Gedöns. Einfach loslegen. Das iPad hat nicht nur die Art und Weise, wie wir arbeiten, revolutioniert, sondern auch, wie wir konsumieren, kreativ sind und sogar, wie wir denken. Doch wie wurde aus einer „übergroßen iPhone“-Idee ein Gerät, das heute in fast jedem Haushalt zu finden ist? Und warum fühlt es sich an, als hätte es schon immer dazugehört?
Heute ist wieder klassischer Apple-Update-Abend. Gefühlt jedes Gerät bekommt neue Software, inklusive Sicherheitsupdates für ältere Systeme. Entsprechend dürften die Apple-Server heute ordentlich beschäftigt sein.
Man könnte fast meinen, in Cupertino weht ein Hauch von Glasnost. Apple hat das digitale Füllhorn ausgeschüttet und beglückt uns mit der Version 26.5 für so ziemlich alles, was einen Akku oder einen Netzstecker besitzt. Während das Marketing-Team sicher bereits die Adjektive „revolutionär“ und „magisch“ poliert, blicken wir nüchtern auf das, was uns hier als Fortschritt serviert wird.
Apple schliesst eine der letzten grossen Lücken zwischen iPhone und Android. Mit iOS 26.5 startet erstmals die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen beiden Plattformen. Damit werden normale Nachrichten deutlich moderner und vor allem sicherer.
Heute geht es mal nicht um unser Forum. Ich war für uns zwei Tage bei Europas größter Digitalmesse, der OMR 2026 hier in Hamburg.
Ihr wisst ja, die großen Bühnen, das bunte Spektakel und die Marketing-Trommeln lasse ich Normalerweise links liegen. Das ist mir oft zu laut, zu sehr Pose. Wenn Menschen auf Podesten stehen und Begriffe wie „Disruption“ rufen, suche ich meistens den Ausgang. Ich habe mich trotzdem -oder erst recht!- in die Hallen begeben, in denen es um das geht, was unter der Oberfläche passiert. Um die Architektur, das Skelett unseres digitalen Alltags. Um das, was uns hier bei uns wirklich umtreibt.
Man könnte fast meinen, in Cupertino habe jemand im letzten Moment bemerkt, dass die Icons noch nicht im exakt vorgeschriebenen Winkel glänzen. Nur vier Tage nach dem ersten Release Candidate schiebt Apple die Build-Nummer 23F77 hinterher.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – oder schlicht an die banale Existenz von Last-Minute-Bugs glaubt, die so kurz vor dem Ziel doch noch aus dem Gebüsch gesprungen sind.